Albert Einstein

Deutscher Physiker, 1879-1955

Raffiniert ist der Herrgott, aber boshaft ist er nicht

Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.

Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeit gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.

Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und Treue zu Menschen und Dingen.

Wenn a für Erfolg steht, gilt die Formel a = x + y + z; x ist Arbeit, y ist Spiel, und z heißt Maulhalten.

Je weniger Erkenntnis ein Mensch besitzt, desto ferner fühlt er sich von Gott.

Es genügt nicht, den Menschen zu einem Spezialisten zu erziehen. Damit würde man aus ihm einen gut dressierten Hund machen.

Der Fortschritt geschieht heute so schnell, dass, während jemand eine Sache für gänzlich undurchführbar erklärt, er von einem anderen unterbrochen wird, der sie schon realisiert hat.

Der Mensch erfand die Atombombe, doch keine Maus der Welt würde eine Mausefalle konstruieren.

Schämen sollen sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst.

Wenn wir jung sind, gelten alle Gedanken der Liebe. Im Alter gilt alle Liebe den Gedanken.

Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle.

Es gibt nichts Schöneres als das Mysteriöse. Aus ihm entspringt alle wahre Kunst und Wissenschaft.

Manchmal zahlt man den höchsten Preis für Dinge, die man umsonst erhält.

Was weiß ein Fisch von dem Wasser, in dem er sein ganzes Leben lang schwimmt?

Gott würfelt nicht!

Das Problem ist heute nicht die Atomenergie, sondern das Herz des Menschen.

Es gibt weder große Entdeckungen noch wahren Fortschritt, solange noch ein unglückliches Kind auf der Welt ist.

Wenn ich die Folgen geahnt hätte, wäre ich Uhrmacher geworden.

Ein Abend, an dem sich alle Anwesenden einig sind, ist ein verlorener Abend.

Insofern sich die Sätze der Mathematik auf die Wirklichkeit beziehen, sind sie nicht sicher, und insofern sie sicher sind, beziehen sie sich nicht auf die Wirklichkeit.

Gleichungen sind wichtiger für mich, weil die Politik für die Gegenwart ist, aber eine Gleichung etwas für die Ewigkeit.

Nur Querköpfe ändern ihre Meinung nicht.

Wenn einer mit Vergnügen zu einer Musik in Reih und Glied marschieren kann, dann hat er sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde.

In Fragen der Moral hilft Schulbildung nicht viel.

Meiner Meinung nach ist das Töten im Krieg keinen Deut besser als gewöhnlicher Mord.

Die Naturwissenschaft ohne Religion ist lahm, die Religion ohne Naturwissenschaft aber ist blind.

Geniale Menschen sind selten ordentlich, ordentliche selten genial.

Ordnung braucht nur der Dumme, das Genie beherrscht das Chaos.

Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und Leistung.

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.

Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.

Man kann ein Problem nicht mit den gleichen Denkstrukturen lösen, die zu seiner Entstehung beigetragen haben.

Man hat den Eindruck, dass die moderne Physik auf Annahmen beruht, die irgendwie dem Lächeln einer Katze gleichen, die gar nicht da ist.

Was sich auf die Wirklichkeit bezieht, ist nicht sicher, und was sicher ist, ist nicht wirklich.

Seit die Mathematiker über die Relativitätstheorie hergefallen sind, verstehe ich sie selbst nicht mehr.

Wenn ich mit meiner Relativitätstheorie recht behalte, werden die Deutschen sagen, ich sei Deutscher, und die Franzosen, ich sei Weltbürger. Erweist sich meine Theorie als falsch, werden die Franzosen sagen, ich sei Deutscher und sie Deutschen, ich sei Jude.

Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel schämen, wie viel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen und Weltanschauungen schämen.

Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius
Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Der Fortgang der wissenschaftlichen Entwicklung ist im Endeffekt eine ständige Flucht vor dem Staunen.

Um eine Einkommensteuererklärung abgeben zu können, muss man ein Philosoph sein. Für einen Mathematiker ist es zu schwierig.

Technischer Fortschritt ist wie eine Axt in den Händen eines pathologischen Kriminellen.

Wer sein eigenes Leben... als sinnlos empfindet, ist nicht nur unglücklich, sondern auch kaum lebensfähig!

Nicht nur die Freunde, auch die Feinde eines Mannes haben Anteil an seiner Unsterblichkeit.

Freude am Schauen und Begreifen ist die schönste Gabe der Natur.

Es gibt keine andere vernünftige Erziehung, als Vorbild sein, wenn’s nicht anders geht, ein abschreckendes.

Es ist schwieriger, ein Vorurteil zu zertrümmern, als ein Atom. [Albert Einstein]

Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen; die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen.

Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.

Wir glauben, dass die Wissenschaft der Menschheit am besten dient, wenn sie sich von allen Beeinflussungen durch irgendwelche Dogmen freihält und sich das Recht vorbehält, alle Thesen einschließlich ihrer eigenen anzuzweifeln.

Nicht alles was zählt, kann gezählt werden, und nicht alles was gezählt werden kann, zählt!

Wer sich nicht mehr wundern kann, ist seelisch bereits tot.

Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles eines. Ich glaube an Letzteres.

Wir haben nur noch furchtbar wenig Zeit. Wenn wir überhaupt wollen, dann müssen wir jetzt handeln.

Wir leben in einer Zeit vollkommener Mittel und verworrener Ziele.

Kein Ziel ist so hoch, dass es unwürdige Methoden rechtfertigte.

Das, wobei unsere Berechnungen versagen, nennen wir Zufall.

Ich denke niemals an die Zukunft. Sie kommt früh genug.

Ich weiß nicht, welche Waffen im nächsten Krieg zur Anwendung kommen, wohl aber, welche im übernächsten: Pfeil und Bogen.

Die entfesselte Macht des Atoms hat alles verändert, nur nicht unsere Denkweise ... Wir brauchen eine wesentlich neue Denkungsart, wenn die Menschheit am Leben bleiben will.

Die Mathematik handelt ausschließlich von den Beziehungen der Begriffe zueinander ohne Rücksicht auf deren Bezug zur Erfahrung.

Ich denke, wir sollten den Kosmos nicht mit den Augen des Rationalisierungsfachmanns betrachten. Verschwenderische Fülle gehört seit jeher zum Wesen der Natur.

Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich nur darin zurechtfinden.

Wer seiner eigenen Sache untreu wird, kann nicht erwarten, dass ihn andere achten.

Das Unverständlichste am Universum ist im Grunde, das wir es verstehen.

Wie entsetzlich unzulänglich steht der theoretische Physiker vor der Natur - und vor seinen Studenten.

Auf die Frage, ob Einstein Zettel oder ein Notizbuch verwende: Ich brauche gar keins - Ideen sind etwas sehr Seltenes.

Wenn man nicht gegen den Verstand verstößt, kann man überhaupt zu nichts kommen.

Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig.

Auf die Frage, wie hoch die Schallgeschwindigkeit sei: Weiß ich nicht. Ich beschwere mein Gedächtnis nicht mit Tatsachen, die ich in meinem Konservationslexikon finden kann.

Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vorneherein ausgeschlossen erscheint.

Wenn man zwei Stunden lang mit einem netten Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität.

Mache die Dinge so einfach wie möglich - aber nicht einfacher.

Einen innerlich freien und gewissenhaften Menschen kann man zwar vernichten, aber nicht zum Sklaven oder zum blinden Werkzeug machen.

Was wirklich zählt, ist Intuition.

Wenn ich noch einmal zu wählen hätte, dann würde ich Klempner oder Hausierer, um wenigstens ein bescheidenes Maß an Unabhängigkeit zu genießen.

Mathematische Theorien über die Wirklichkeit sind immer ungesichert - wenn sie gesichert sind, handelt es sich nicht um die Wirklichkeit.

Nichts kann existieren ohne Ordnung. Nichts kann entstehen ohne Chaos.

Das Weltall wird der Menschheit keine Träne nachweinen.

Ein kurzer Überblick über ein spannendes Leben - Lebenslauf von Albert Einstein

Stets freundlich und immer ein wenig zerstreut, Albert Einstein entsprach ganz dem üblichen Bild eines Professors. Er spielte begeistert Geige und liebte lange und intensive Diskussionen mit anderen Wissenschaftlern.

 


Am 14.03.1879 wird Albert Einstein in Ulm (Donau) geboren. Seine Kindheit verbringt er in München, dort kommt auch seine Schwester Maria zur Welt. Zu ihr hatte Einstein zeitlebens ein sehr inniges Verhältnis.

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Anders als immer behauptet, ist er kein schlechter Schüler. Seine Noten sind durchschnittlich, in Mathematik und Physik sogar ausgesprochen gut. Allerdings sind ihm der militärische Drill und das sture auswendig lernen an wilhelminischen Gymnasien zuwider. Er verlässt mit 15 Jahren die deutsche Schule und folgt seinen Eltern nach Italien. Damit er am Polytechnikum Zürich angenommen wird, macht Einstein 1896 an einer Schweizer Kantonschule den Mittelschulabschluss.

 

Als Student für Mathematik und Physik an der Eid-genössischen Polytechnischen Hochschule (ETH) in Zürich bekommt er hervorragende Noten. Kurz nach seinem Abschlussexamen 1900 schickt er seinen ersten wissen-schaftlichen Artikel an die „Annalen der Physik“, eine der renommiertesten Zeitschriften auf diesem Gebiet. 1901 erhält Albert Einstein das Schweizer Bürgerrecht, dass er bis zu seinem Tod behält.Nach einer schlecht bezahlten Anstellung als Privatdozent arbeitet er die nächsten sieben Jahre als Beamter am Eidgenössischen Patentamt in Bern. In dieser Zeit entwickelt er bis spät in die Nacht Theorien über Atome, Elektronen, Raum und Zeit.

1905 wird zu Albert Einsteins „Wunderjahr“. Er verfasst seine Dissertation und veröffentlicht mehrere bedeutende Arbeiten, darunter die Abhandlung über die Spezielle Relativitätstheorie (E=mc²). Im Februar 1908 habilitiert er an der Universität Bern. Zwischen 1909 und 1914 ist er Professor an der Universität Zürich, wechselt für ein halbes Jahr an die Universität Prag und kehrt danach an die ETH Zürich zurück. Während dieser Zeit entwirft er die Allgemeine Relativitätstheorie.

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Im Jahr 1914 erhält Einstein den Ruf der angesehenen Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin. Hier kann er sich endlich ungestört seinen Forschungen widmen, da er keinerlei Lehrverpflichtungen hat. Im Jahr 1916 vollendet er die Allgemeine Relativitätstheorie. Lange Zeit kann sie nicht bewiesen werden. Erst eine Sonnenfinsternis 1919 bestätigt die Theorie: Die gewaltige Masse der Sonne lenkt wirklich das Licht der Sterne ab.

Einstein gibt mit seinen Forschungsergebnissen den Startschuss für eine neue Epoche der Physik und wird selbst zunehmend zu einer Berühmtheit. Im November 1921 wird ihm der Physik-Nobelpreis für die Entdeckung des photoelektrischen Effekts verliehen. (= Allgemeiner Begriff für die Bildung und Freisetzung von elektrisch geladenen Teilchen aus Materie, wenn diese mit Licht oder anderer elektromagnetischer Strahlung bestrahlt wird.)


Der Pazifist und Jude Einstein wird offen von den Nazis angefeindet.  1933 kehrt der Weltbürger Deutschland für immer den Rücken und emigriert in die USA. Dort erhält er eine Professur am Institute for Advanced Studies in Princeton.

Der Kriegsgegner warnt 1939 US-Präsident Roosevelt vor der Gefahr einer deutschen Atombombe. Er regt an, die USA sollen eine eigene Atombombe entwickeln. An der Entwicklung der Atombombe beteiligt er sich jedoch nicht.

Im Jahr 1941 wird Einstein amerikanischer Staatsbürger.

1953 formuliert er die endgültige Fassung der Verallgemeinerung der Relativitätstheorie.

Einstein stirbt am 18. April 1955 im Alter von 76 Jahren in Princeton. Seinen gesamten schriftlichen Nachlass vererbt er der Hebrew University in Jerusalem, der sich heute im dortigen Albert Einstein Archiv befindet.