Markt- u. Schausteller-Museum

Markt- und Schaustellermuseum

Das Markt- und Schaustellermuseum bietet eine einmalige Sammlung von Exponaten aus dem Jahrmarkt- und Marktbereich und ist deutschlandweit einzigartig. Die Ausstellungsstücke sind überwiegend auf das Ende des 19. bzw. den Anfang des 20. Jahrhunderts datiert. Das Spektrum reicht von Karussells, Karusselltieren und Jahrmarktspielautomaten über Marktkarren, Gerätschaften von Märkten und Kirmessen bis hin zu Wanderkinoausrüstungen und Schaustellerwohnwagen. Das Essener Museum dokumentiert einen wichtigen Aspekt der Ruhrgebietskultur, denn die Jahrmärkte hatten in den industriellen Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet eine wichtige Funktion. Das Museum hat keine festen Öffnungszeiten.

Das Museum

Antike Orgel

Die Sammlung des Markt- und Schaustellermuseums ist in Jahrzehnten von Erich Knocke zusammengetragen worden. Erich Knocke ist Schausteller und Vorsitzender des Arbeitskreises Kultur und Brauchtum Essen e.V., der das Museum trägt. Die Stadt Essen hat dem Museum die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt und unterstützt das Projekt finanziell. Langfristig streben das Essener Kulturdezernat und der Arbeitskreis Kultur und Brauchtum Essen e.V. eine Stiftungslösung für das Museum an.

Das Markt- und Schaustellermuseum befand sich bis 1996 am Berliner Platz in Essen. Inzwischen ist es in einem früheren Fabrikgebäude in der Essener Stadtmitte in der Nähe des Hauptbahnhofs, Hachestr. 68, untergebracht. Seit Juni 1998 ist das Museum wieder für Gruppenbesuche geöffnet.

 

Philosophie und Zielsetzung

Märkte, Jahrmärkte und das Schaustellergewerbe

Das Schaustellergewerbe blickt auf eine lange Geschichte zurück, die untrennbar mit Märkten und Jahrmärkten verbunden ist. Besonders in Deutschlands Industriegebiet an Ruhr und Ems förderte die Gründung von Marktplätzen und Jahrmärkten die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung lange vor Kohle und Stahl.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als Essen nur etwa 4000 Einwohner zählte, zogen die Markttage bereits etwa 15000 Besucher von Nah und Fern an. „Wenn man vom Jahrmarkt zurückkommt, ist man klüger als zuvor“, lautete eine alte Redensart. Seit Märkte und Jahrmärkte bestehen, dienen sie auch als Zentren des kulturellen und Informationsaustauschs.

http://www.schaustellermuseum.de/

 

 

Im Markt- und Schaustellermuseum Essen betreten die Familien eine bunte Welt

Exzellente Exponate aus dem Jahrmarktbereich betrachten sich die Eltern und Kinder im Markt- und Schaustellermuseum in Essen.  Besonders die Kinder sind fasziniert von der bunten Welt, die sie nach Eintritt erwartet. 

Neben vielen schönen nostalgischen Karussells, die nicht befahrbar sind, sind im Essener Markt- und Schaustellermuseum Karusselltiere ausgestellt. Darunter entdecken die Kids das ein oder andere Lieblingsstück. Jahrmarkts-Spielautomaten, Marktkarren oder auch Zubehör, welches auf Märkten und Kirmessen benutzt wurde, sind weiterhin präsentiert.

Sogar ein Schaustellerwagen gibt es im Schaustellermuseum in Essen zu sehen. In ihm bestaunen die Familien die originale Innenausstattung und können sich nur ungefähr vorstellen wie die Schausteller in ihm wohnten. Des Weiteren betrachten sie die Musikinstrumentensammlung. Dazu gehören Drehorgeln, Harmonien, Walzenorgeln oder auch Orchestrien.

Dokumente und Fotographien von Schaustellerfamilien zeigen eindrucksvoll einen kleinen Einblick in deren Leben und Arbeit. Alte Urkunden, Plakate, Zeitungen u.v.m. werden weiterhin genauestens von den Familien betrachtet.

Volksfeste sind im Brauchtum verankerte regional typische Feste, die oft eine lange Tradition besitzen. Oft beziehen sie sich auf kirchliche Feste oder auf den Beginn des Frühjahrs oder Herbstes und werden zum Teil in kleinsten Dörfern und in Städten unterschiedlich gefeiert. Manche haben sich im Laufe der Jahrhunderte aus einem Jahrmarkt entwickelt. An diese Tradition knüpft der bei vielen Volksfesten am Rande des Festplatzes gelegene Krämermarkt an.

Im Unterschied zu Stadtfesten und anderen Großveranstaltungen wird das Erscheinungsbild eines Volksfestes von den zum Teil riesigen Fahrgeschäften geprägt. Sie werden, wie auch die vielen anderen Attraktionen – von der Würstchenbude über die Festzelte – von den Schaustellern betrieben. Große Volksfeste werden von bis zu 100.000 Leuten pro Tag besucht, doch sind genaue Zahlen nur schwer zu bekommen, da das Areal eines Volksfestes im Regelfall frei zugänglich ist und jeder auf dem Fest vertretene Schaustellerbetrieb als eigenständiges Unternehmen geführt wird.

In den meisten Städten finden Volksfeste auf einem eigenen Platz, dem Festplatz statt. Es gibt aber auch Volksfeste, die in der Innenstadt stattfinden und mehr Stadtfesten ähneln.

Volksfeste werden oftmals durch den Anstich eines Bierfasses durch einen hohen Kommunalpoliteiker der Gemeinde, in der das Fest stattfindet, eröffnet.

Während in Deutschland ein Volksfest in der Regel aus Fahrgeschäften und Buden vieler verschiedener Schausteller von einem sogenannten „Platzmeister“ zusammengestellt wird, werden in anderen Ländern teilweise ganze Festplätze von einem einzigen Schausteller bestückt.

In der Regel ist bei einem Volksfest der Eintritt frei und sind die Attraktionen einzeln zu bezahlen. Es gibt allerdings auch Ausnahmen wie den FunFair Boulevard in den Niederlanden, bei dem ein geringer Eintrittspreis zu zahlen ist, der dann teilweise als Mindestumsatz wieder eingelöst werden kann.

In den Niederlanden ist ein Preissystem verbreitet, bei dem der Veranstalter einen sehr geringen Maximalpreis für die Attraktionen festlegt. Da dieses teilweise deutlich unter den üblichen Preisen der Fahrgeschäfte liegen, werden die Fahrzeiten dann unter Umständen aus Kostengründen gekürzt oder die Schausteller vom Veranstalter subventioniert. Bei der größten Kirmes der Niederlande, der Tilburgse Kermis, werden die Preise dagegen von der aktuellen Nachfrage abhängig gemacht, so dass bei geringem Andrang mit einem niedrigen Preis gelockt wird und bei höherem Aufkommen die Preise erhöht werden.

Schaustellermuseum

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als Essen nur etwa 4000 Einwohner zählte, zogen die Markttage bereits etwa 15000 Besucher von Nah und Fern an. „Wenn man vom Jahrmarkt zurückkommt, ist man klüger als zuvor“, lautete eine alte Redensart. Seit Märkte und Jahrmärkte bestehen, dienen sie auch als Zentren des kulturellen und Informationsaustauschs.

 

Das Museum zeigt nicht nur historische Karusseltiere.
Die Instrumentensammlung umfasst einige, oft noch funktionstüchtige Drehorgeln.

Das Spektrum der Austellungsstücke des Markt- und Schaustellermuseums reicht von Karussells, Karusselltieren und Jahrmarkts-Spielautomaten über Moritatentafeln, Marktkarren, Transportmaschinen und Gerätschaften von Märkten und Kirmessen bis hin zu Wanderkinoausrüstungen und Schaustellerwohnwagen, deren originale Inneneinrichtung erhalten ist.

 

Besonders hervorzuheben ist die Instrumentensammlung. Sie umfasst neben kleineren Objekten einige - oft noch funktionstüchtige Drehorgeln, Rückenklaviere, Harmonien, Orchestrien und Walzenorgeln.

 

Daneben zeigt das Museum Blech-, Holz-, Porzellan-, Zinn- und Silberfiguren sowie Wandteller, Wandteppiche, Puzzles und Spiele mit Motiven zu Markt, Jahrmarkt und Zirkus, Modelle von Drehorgeln, Markt- und Zirkuswagen.

 

 

 

FOTOGRAFIE DES IN BERGANTINO ENTWICKELTEN UND ERBAUTEN FLUGZEUGKARUSSELS

Fotografie des in Bergantino entwickelten und erbauten Flugzeugkarussels Fotografie des von Albino Protti (1910-1985) in Bergantino entwickelten und erbauten Flugzeugkarussels, das 1951 patentiert wurde. Protti stellte das Karussell mit wiederverwendeten Materialien her, die zwölf kleinen Flugzeuge wurden aus den Treibstofftonnen, die während des Weltkriegs für Flugzeuge verwendet wurden erbaut. Der zentrale Antriebsmechanismus, der die Drehbewegung des Karussells ermöglichte, enthielt die Lagerschale eines Panzers und nutzte, als absolute Neuheit für die damalige Zeit, voneinander unabhängige hydraulische Befehlshebel, um die Flugzeuge aufsteigen und herabkommen zu lassen.

Ein in Bauweise und Gestalt einfaches Karussell, das während der genialen Verwirklichung sehr innovativ und überraschend war und noch heute zu den Protagonisten auf Rummelplätzen und Volksfesten gehört.