Der Beruf Schausteller

Der Beruf des Schaustellers ist nicht gerade einer der einfachsten Berufe die man erlernen kann. Obwohl es auf Jahrmärkten und Volksfesten immer bunt und lustig umher geht, so sieht es in der Welt der Schausteller alles andere als bunt aus. Letztendlich geht es in diesem Geschäft um das Überleben. Die Anzahl der Tage an denen man wirklich präsent ist und Geld verdient – sei es beispielsweise durch den Betrieb eines Fahrgeschäfts - ist nicht groß. Letztendlich sind es rund 100 Tage im Jahr – und an diesen Tagen muss man die Kassen voll machen. Denn die Ausgaben die man als Schausteller hat sind immens hoch.

Da wären zu nächst einmal die Löhne für die eigenen Mitarbeiter sowie für lokale Arbeiter, die beispielsweise beim Auf- und Abbau der Anlagen helfen. Als nächstes kommen die Standgebühren. Für jeden Stellplatz beziehungsweise Stand müssen enorm hohe Gebühren entrichtet werden – die eigentlichen Gewinner der Volksfeste sind nämlich immer die Städte und Gemeinden, die zu dieser Zeit ordentliche Erträge durch die Standmieten kassieren. Hinzu kommen noch die Anschlusskosten für Strom und gegebenenfalls auch noch Wasser. Zu guter Letzt muss auch bedacht werden, dass ein Schausteller-Betrieb sehr hohe Ausgaben für Kraftstoffe wie Diesel oder Benzin hat – schließlich ist man ständig unterwegs und fährt ein Fest nach dem anderen an.

Aufgrund der Härte des Geschäfts ist es auch nicht verwunderlich, dass es so gut wie keine Neueinsteiger gibt. Bei den meisten Schaustellerbetrieben handelt es sich um Familienbetriebe, die schon seit Generationen das Geschäft betreiben. Obwohl das Geschäft sehr hart ist, sind die meisten von ihnen mit Leib und Seele dabei und können sich auch nichts anders vorstellen, als jedes Jahr von Volksfest zu Volksfest zu reisen und dort Geld ihr zu verdienen.




Mit der Berufsbezeichnung Schausteller können die meisten Leute zunächst einmal nicht besonders viel anfangen. Erst wenn Wörter wie zum Beispiel Volksfest, Jahrmarkt, Kirmes oder Rummel fallen, erkennen die Leute, dass es sich bei den Schaustellern um die Betreiber von Ständen und Fahrgeschäften handelt. Dass es sich hierbei nicht gerade um einen Traumberuf handelt ist nicht schwer verwunderlich – schließlich wird einem als Schausteller so einiges abverlangt. Im Folgenden wird vorgestellt, weshalb das Schaustellerleben nicht besonders rosig ist und welche Anforderungen der Job des Schaustellers mit sich bringt.

Jedem wird vermutlich klar sein, dass man als Schausteller eine große Reisebereitschaft mitbringen muss. Schließlich dauern Volksfeste und Jahrmärkte immer nur ein paar Tage an, und anschließend müssen die Schaustellerbetriebe weiterziehen und am nächsten Ort ihre Stände und Buden wieder aufstellen. Damit das problemlos klappt, muss bereits vor der Saison eine außerordentlich genaue Planung erfolgen – schließlich gilt es auf den Festen mit den höchsten Umsatzmöglichkeiten präsent zu sein.

Ansonsten geht es im Schaustellergeschäft weniger um betriebswirtschaftliche Themen. Stattdessen muss man es lieben früh aufzustehen, denn schon in aller Früh gilt es die Umgebung des eigenen Standes sauber zu halten, damit die potentiellen Gäste auf gar keinen Fall einen Bogen um das eigene Geschäft machen. Gleichzeitig muss man auch lange ausharren können – denn je nach Fest kann es ganz schön spät werden, bis die letzten Gäste gegangen sind. Natürlich muss man auch körperlich fit sein, denn sobald die Reise zur nächsten Veranstaltung beginnt, gilt es den eigenen Stand oder das eigene Fahrgeschäft abzubauen und zu verladen – erst dann kann es in die nächste Stadt losgehen, wo dann alles wieder aufgebaut wird.