Die Giant Evolution ist ein Fahrgeschäft und das höchste und schwerste transportable Fugkarussel, das je gebaut wurde. Bis heute wurden nur zwei Reiseanlagen gebaut, die unter den Namen Evolution und Imperator auf Reise waren. Aufgrund der unwirtschaftlichen Bauweise ist davon auszugehen, dass keine weiteren Anlagen folgen werden.

 

Technische Daten des Imperator 

Der Imperator, der eine Grundfläche von 20 x 24 Metern benötigt, war zur Premiere 1992 für rund 6 Millionen DM von den gemeinsamen Herstellern Bailey & Nauta-Bussink zu erwerben. Das ca. 34,6 m hohe Geschäft hat ein Gesamtgewicht von 275 Tonnen. Jede der 16 Gondeln fasst bis zu vier Personen, wodurch sich eine Gesamtkapazität von 64 Personen ergibt.

Beim Aufbau werden zunächst die Stützen aufgestellt, erst dann wird von oben der Schwenkarm anmontiert. Aus diesem Grund wird zum Auf- und Abbau ein 400-Tonnen-Kran benötigt, der bisher vom Schausteller immer gemietet werden musste und die Kosten immens erhöhte.

Der Werdegang der beiden Imperator-Anlagen 

Die Evolution 

Der Prototyp, die "Evolution", wurde 1992 an den deutschen Schausteller Eberhard geliefert und feierte im Juni 1992 auf der Düsseldorfer Rheinkirmess seine Weltpremiere. Eberhard bereiste mit Evolution mehrere Jahre große und profitable Festplätze, verkaufte das Geschäft jedoch dann zugunsten des Airwolf. Das Geschäft stand ab 1999 im us-amerikanischen Freizeitpark "Sigs Flags Great Adventure" in New Jersey. Hier stand Evolution jedoch nur bis zum Jahre 2002. Es kam während der drei Jahre ständig zu technischen Störungen, so dass nur wenige Fahrgäste die Gelegenheit bekamen, eine Fahrt zu genießen.

Im Frühjahr 2003 wurde das Fahrgeschäft nach technischer Überholung und Umthematsierung mit dem neuen Namen "XCalibur" in einem anderen Park der Six Flags Organisation, dem Park Six Flags "St. Louis" (Missouri) neu eröffnet und dreht dort seitdem erfolgreich seine Runden.

Der Imperator 

Imperator

Die zweite Anlage, der "Imperator", wurde 1992 von der holländischen Firma Nauta-Bussink gebaut. Erstbesitzer war der deutsche Schausteller Aigner, der mit dem Imperator auf dem Münchener Oktoberfest1992 für Aufsehen sorgte. Da der Reisebetrieb auch für damalig gute wirtschaftliche Verhältnisse nicht rentabel war, wurde er schon nach zwei Jahren verkauft und stand ab 1994 im Wiener Prater.

2004 ist es wiederum der Besitzer des Prototyps Evolution, der es unter großem Staunen der Fachwelt offenbar noch einmal mit einer Imperator-Anlage versuchen wollte. Er kaufte das ehemalige Konkurrenzgeschäft Imperator, ließ es im Wiener Prater abbauen und auf dem Betriebshof in Hamburg neu lackieren und renovieren. Der erneute Premierenplatz erfolgte im Sommer auf dem Hamburger Sommerdom.

Seitdem bereiste das Geschäft, vermutlich aufgrund der hohen wirtschaftlichen Kosten und den langen Auf- und Abbauzeiten, nur wenige und nur sehr große Festplätze, bevor es Anfang 2006 an die Firma Magic Fair Attractions (Niederlande) verkauft und von dieser nach China verschifft werden sollte. Das Geschäft beendete seine Reise allerdings schon im Hamburger Hafen, wo es in Kürze versteigert wird.