Ein Leben im Schaustellergewerbe

 

Wenn ich noch einmal auf die Welt kommen würde,dann nur ein Leben im Schaustellergewerbe.

Die schlimmen Erlebnisse in meinem Buch,von denen ich erzähle,waren

meine Schicksalsschläge.

Sie hätten überall passieren können auf der Welt,nicht nur im Schaustellergewerbe.

 

Man hatte mir schon vor 30 Jahren gesagt,Franz schreib ein Buch über das erlebte.
Du kommst dann besser mit allem klar,und bekommst auch dein Leben in den Griff.
Aber damals gab ich immer zur Antwort,ich kann eine Achterbahn aufbauen,aber doch kein Buch über mein Leben schreiben.
Aber ich hatte damals,ich war noch viel zu jung,schon zuviele schlimme Sachen in meinem Leben erlebt,das ich mit kaum jemanden darüber reden konnte.
Ich habe viele gute Bekannte,aber ich hatte nur einen wirklichen Freund.
Er ist sehr früh verstorben.
Aber das schreiben dieses Buch hatt mich in vielen Dingen dazu gebracht,
das ich heute über Sachen frei sprechen kann,worüber ich sonst nie gesprochen hätte.
Wenn ich über vergangenes spreche tut es nicht mehr weh.Es hat mal jemand gesagt. Trauer ändert ihre Art,aber sie bleibt.

 

Ich weiß auch, das ich nicht der einzige Mensch auf der Welt bin,

der Schicksalschläge hinnehmen mußte.

Es gibt soviele Menschen denen es ähnlich geht,oder gegangen ist.

 

Aber wer mein Buch gelesen hat,und selbst im Leben Probleme

hat,oder hatte, wird erkennen das es immer noch einen Ausweg im

Leben gibt,und es nicht sinnlos erscheint.

Bei mir war das so,aber ich hatte noch die Verpflichtung gegenüber

meinem  Sohn ,der damals erst sechs Jahre alt gewesen war weiter zu leben.

 

Auch hat mir das schreiben des Buches geholfen,das ich nicht

mehr so viel zurückschaue.

Dieses zurückschauen hatte mir immer nur geschadet,und

auch immer wieder zurück geworfen.

Nach dem Motto(was wäre wenn).

Heute schaue ich nach vorne,und wenn ich mal zurück schaue,

dann tut es nicht mehr weh.

Ich suche keine Schuld bei anderen,denn ich war alt genug um

selber zu entscheiden.

 

Viele Menschen sind unheilber krank,und man kann ihnen nicht

helfen.

Aber ich war gesund,und ich hatte die Chance mir selber zu helfen.

Es war nicht immer einfach,ein rauf und runter.

Wenn man mich heute fragen würde,ob ich glücklich bin,

würde ich antworten.

Ich bin zufrieden.

Drum lebe ich meine Träume,
halte sie im Herzen fest,
denn nur so bin ich ganz sicher,
daß der Traum mich nie verläßt.

 

 

Auf den ersten Blick mag man vielleicht denken dass es die Besitzer und Betreiber von Ständen und Buden sowie Fahrgeschäften die man auf Volksfesten findet sehr gut haben – schließlich befinden sie sich immer auf den größten und schönsten Volksfesten und leben in einer einzigen Welt des Vergnügens und der guten Laune. Doch dieses Bild täuscht sehr, denn als Schausteller hat man es alles andere als einfach.

Damit man in diesem Geschäft sein Geld verdient, muss man während der warmen Monate auf so gut wie jedem großen Volksfest oder auch auf großen Jahrmärkten vertreten sein. Denn nur dann, wenn die eigenen Stände, Buden oder Fahrgeschäfte von vielen Gästen besucht werden, generiert man seine Einnahmen. Deshalb ist man als Schausteller ständig unterwegs. Üblicherweise geht es im Wochentakt von Fest zu Fest. Das bedeutet, dass man bereits am letzten Abend eines Festes mit dem Abbau beginnt, um mit seinem Fahrzeugen und Wägen möglichst früh am nächsten Ziel einzutreffen. Dort müssen die Stände und Fahrgeschäfte wieder schnellstmöglich aufgebaut werden, damit man auf gar keinen Fall die Eröffnung verpasst.

Doch obwohl die Arbeit des Schaustellers keine leichte ist und man so einige Entbehrungen auf sich nehmen muss, so sind die meisten Schausteller mit ihrem Job sehr glücklich und könnten es sich nicht vorstellen einer anderen Arbeit nachzugehen. Denn Schausteller zu sein bedeutet gleichzeitig, dass man auch sehr viel Freiheit genießen kann – schließlich ist man an keinen Standort gebunden und man kommt in der Welt sehr viel herum. Außerdem sind Gemeinschaft und das Zusammenleben unter den einzelnen Schaustellern sehr gut – bei jeglichen Schwierigkeiten halten sie zusammen zu stehen sich untereinander mit Rat und Tat zur Seite.

 

Der Beruf des Schaustellers ist nicht gerade einer der einfachsten Berufe die man erlernen kann. Obwohl es auf Jahrmärkten und Volksfesten immer bunt und lustig umher geht, so sieht es in der Welt der Schausteller alles andere als bunt aus. Letztendlich geht es in diesem Geschäft um das Überleben. Die Anzahl der Tage an denen man wirklich präsent ist und Geld verdient - sei es beispielsweise durch den Betrieb eines Fahrgeschäfts - ist nicht groß. Letztendlich sind es rund 100 Tage im Jahr - und an diesen Tagen muss man die Kassen voll machen. Denn die Ausgaben die man als Schausteller hat sind immens hoch.

Da wären zu nächst einmal die Löhne für die eigenen Mitarbeiter sowie für lokale Arbeiter, die beispielsweise beim Auf- und Abbau der Anlagen helfen. Als nächstes kommen die Standgebühren. Für jeden Stellplatz beziehungsweise Stand müssen enorm hohe Gebühren entrichtet werden - die eigentlichen Gewinner der Volksfeste sind nämlich immer die Städte und Gemeinden, die zu dieser Zeit ordentliche Erträge durch die Standmieten kassieren. Hinzu kommen noch die Anschlusskosten für Strom und gegebenenfalls auch noch Wasser. Zu guter Letzt muss auch bedacht werden, dass ein Schausteller-Betrieb sehr hohe Ausgaben für Kraftstoffe wie Diesel oder Benzin hat - schließlich ist man ständig unterwegs und fährt ein Fest nach dem anderen an.


Aufgrund der Härte des Geschäfts ist es auch nicht verwunderlich, dass es so gut wie keine Neueinsteiger gibt. Bei den meisten Schaustellerbetrieben handelt es sich um Familienbetriebe, die schon seit Generationen das Geschäft betreiben. Obwohl das Geschäft sehr hart ist, sind die meisten von ihnen mit Leib und Seele dabei und können sich auch nichts anders vorstellen, als jedes Jahr von Volksfest zu Volksfest zu reisen und dort Geld ihr zu verdienen

 

 

 

 

Das Leben ist wie eine Reise mit dem Zug.
Man
steigt
oft ein und aus, bei manchen Aufenthalten
gibt es
angenehme Überraschungen und glückliche
Momente, aber
auch Unfälle und Traurigkeit.
Wenn wir geboren werden und in den Zug
einsteigen,
treffen wir Menschen, von denen wir glauben,
dass sie
uns während der ganzen Reise begleiten
werden, unsere
Eltern.
Leider ist die Wahrheit eine andere.
Sie steigen irgendwann aus und lassen uns,
ohne ihre
Liebe und Zuneigung, ohne ihre Freundschaft
und
Gesellschaft, zurück
Allerdings steigen andere Personen, die für
uns sehr
wichtig werden, in den Zug ein.
Es sind unsere Geschwister, unsere Freunde
und die
Menschen, die uns begegnen und die wir
lieben
lernen.
Manche Personen, die einsteigen, betrachten
die Reise
als kleinen Spaziergang. Andere finden nur
Traurigkeit
auf ihrer Fahrt durch’ s Leben.
Und es gibt wieder andere im Zug, die immer
da und
bereit sind,
denen zu helfen, die Hilfe brauchen.
Manche hinterlassen beim Aussteigen eine
immerwährende
Sehnsucht.
Manche stürzen uns in tiefe Not.
Manche steigen ein, und wieder aus, und wir
haben sie
kaum bemerkt.

Es erstaunt uns, dass manche der Passagiere,

die wir am
liebsten haben, sich in einen anderen Waggon
setzen.
Und uns die Reise in diesem Abschnitt
alleine
machen
lassen.
Selbstverständlich lassen wir uns nicht
davon
abhalten,
die Mühsal auf uns zu nehmen, sie zu suchen
und uns zu
ihrem Waggon durchzukämpfen.
Leider können wir uns dann doch nicht zu
ihnen setzen,
da der Platz an ihrer Seite schon besetzt
ist. So ist
das Leben. Voll an Herausforderungen,
Träumen,
Fantasien, Hoffnungen und Abschieden, aber
ohne
Wiederkehr.

Machen wir die Reise durch’ s Leben, so gut

wie wir es
können. Versuchen wir mit allen im Zug gut
auszukommen,
und sehen wir in jedem von ihnen, das Beste.
Erinnern
wir uns daran, dass in jedem Abschnitt der
Strecke
einer der Gefährten schwanken kann und
möglicherweise
unser Verständnis braucht.
Auch wir werden schwanken und es wird jemand
da sein,
der uns versteht.
Das große Mysterium der Reise ist,
dass wir nicht wissen, wann wir endgültig
aussteigen
werden, und genauso wenig, wann unsere
Mitreisenden
aussteigen werden, nicht einmal die, die
direkt neben
uns sitzen.
Ich werde wehmütig sein, wenn ich aus dem
Zug
für immer
aussteige.
Ich glaube, die Trennung von einigen
Freunden, die ich
während der Reise traf, wird sehr weh tun.
Meine Kinder
alleine zu lassen, wird mich sehr traurig
machen. Aber
ich habe die Hoffnung, dass irgendwann der
Zentralbahnhof kommt. Dann werde ich sie
ankommen
sehen, mit Gepäck, das sie beim Einsteigen
noch nicht
hatten. Das wird mich froh stimmen. Was mich
glücklich
machen wird, ist der Gedanke, dass ich
mitgeholfen
habe, ihr Gepäck zu vermehren und ich die
richtigen
Inhalte hinein getan habe.

Schauen wir darauf, dass wir eine gute Reise

haben und
dass sich am Ende die Mühe gelohnt hat.
Versuchen wir,
dass wir beim Aussteigen einen leeren Sitz
zurücklassen, der Sehnsucht und schöne
Erinnerungen bei
den Weiterreisenden hinterläßt.