Der Deutsche Schaustellerbund (DSB) ist die Berufsspitzenorganisation des deutschen Schausteller- und Freizeitparkgewerbes.

Geschichte 

Der Verein wurde am 13. Januar 1950 in Herford mit Sitz in Berlin gegründet. Die Hauptgeschäftsstelle wurde damals in Herford, einer bedeutenden Schaustellerstadt angesiedelt. 1957 verlegte man die Geschäftsstelle in die damalige Bundeshauptstadt Bonn. 2002 nach Umzug der Bundesregierung nach Berlin, wurde die Geschäftsstelle abermals in die Nähe des Regierungssitzes in den Bezirk Berlin-Mitte verlegt.

Mitglieder [

Derzeit sind im DSB ca. 4600 Einzelmitglieder aus 95 unabhängigen Schaustellervereinen registriert. Auch der Verband Deuscher Freizeitunternehmer(VDFU) ist Mitglied in Schaustellerbund, wodurch fast 90 Prozent der in Deutschland ansässigen Freizeit- und Vergnügungsbetriebe im DSB organisiert sind.

Der DSB ist eines der Gründungsmitglieder der 1954 gegründeten Europäischen Schausteller Union (ESU)

Ziele 

Die Ziele des DSB sind vor allem die Förderung von Volksfesten, Jahrmärkten und ähnlichen Veranstaltungen und die Sicherung und Verbesserung der wirtschaftlichen und gesetzlichen Situation seiner Mitglieder. Dazu wirkt er auf die Schaffung von einheitlichen gesetzlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hin, vermittelt Informationen und Fachwissen, widmet sich der Aus- und Weiterbildung und der Öffentlichkeitsarbeit für das Schaustellergewerbe.

Delegiertentag und Fachmesse

Jedes Jahr im Januar findet der Delegiertentag des DSB statt.

Der DSB ist Mitausrichter der alle zwei Jahre stattfindenden Fachmesse Interschau – Internationale Fachmesse für Freizeitparks, Amusement, Schausteller. Vom 28. bis 31. Oktober 2008 wurde die InterschauTechnofolies in Stuttgart als Interschau-Technofolies veranstaltet. Geplant ist, die Messe zukünftig jährlich wechselnd in Stuttgart und Genua durchzuführen. erstmals gemeinsam mit der italienischen Messe

Etwa 120 Tage im Jahr haben die Schausteller Saison, während der Einkünfte erzielt werden können. Die so genannten Rüsttage für Auf- und Abbau sowie gegebenenfalls Transportwege müssen hinzu gerechnet werden. Durchschnittlich werden etwa 22 Volksfestplätze jährlich angefahren (beschickt). Meist beginnt die Saison für den gewerberechtlichen Schausteller mit dem Osterfest und endet im Dezember mit den Weihnachtsmärkten. Die ständig steigenden Betriebskosten machen es erforderlich, auch letztere zu beschicken, um die Winterpause finanziell zu überbrücken und somit die Existenz zu sichern.

Um zu den verschiedenen Veranstaltungen zu gelangen, legen die Schausteller mit ihren Geschäften rund 7.000 km in der Saison zurück. Dabei sind sie zu mehr als 90 % auf den europäischen Straßen unterwegs. Lediglich große Fahrgeschäfte, die in Container verladen werden können, kommen eventuell für den Transport mit der Bahn in Betracht. Für kleinere Schaustellerbetriebe ist dies keine Alternative, da die Kosten für einen Bahntransport zu hoch sind und außerdem viele Verladestationen (gerade in Deutschland) geschlossen und Teilstrecken stillgelegt wurden.

Die überwiegende Zahl der im Schaustellergewerbe tätigen Betriebe sind Familienbetriebe. Diese müssen genau wie ortsansässige Firmen nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden. Häufig haben die Schausteller noch mit zusätzlichen Problemen zu kämpfen, da sie sich stets um einen Standplatz bemühen müssen mit allen Arbeiten, die damit verbunden sind. Viele Betriebe beschäftigen deshalb während der Saison zusätzliche Arbeitskräfte, alleine in Deutschland sind dies etwa 40.000 Personen.

Volksfeste in Deutschland stellen hinsichtlich der Besucherzahlen das
bedeutendste Angebotssegment der Freizeitwirtschaft dar. Sie erzielen
Umsätze in Milliardenhöhe und bringen zusätzliche Einkommen und
Steuereinnahmen für die veranstaltenden Städte und Regionen. Das sind die
zentralen Ergebnisse einer Marktstudie mit dem Titel "Die Bedeutung des
Wirtschaftsfaktors Volksfest im Bereich des mittelständischen
Fremdenverkehrsgewerbes in der Bundesrepublik und seine Auswirkungen auf die
Leistungssteigerung im mittelständischen Schaustellergewerbe". Basis der
Untersuchung ist die repräsentative Befragung von 1.204 Volksfestbesuchern
in Volksfeststädten, Schaustellern sowie Experten aus Stadtverwaltungen,
Verkehrsbetrieben, Hotelgewerbe, Brauereien und anderen Gewerbebereichen.

Der Beruf des Schaustellers ist nicht gerade einer der einfachsten Berufe die man erlernen kann. Obwohl es auf Jahrmärkten und Volksfesten immer bunt und lustig umher geht, so sieht es in der Welt der Schausteller alles andere als bunt aus. Letztendlich geht es in diesem Geschäft um das Überleben. Die Anzahl der Tage an denen man wirklich präsent ist und Geld verdient - sei es beispielsweise durch den Betrieb eines Fahrgeschäfts - ist nicht groß. Letztendlich sind es rund 100 Tage im Jahr - und an diesen Tagen muss man die Kassen voll machen. Denn die Ausgaben die man als Schausteller hat sind immens hoch.

Da wären zu nächst einmal die Löhne für die eigenen Mitarbeiter sowie für lokale Arbeiter, die beispielsweise beim Auf- und Abbau der Anlagen helfen. Als nächstes kommen die Standgebühren. Für jeden Stellplatz beziehungsweise Stand müssen enorm hohe Gebühren entrichtet werden - die eigentlichen Gewinner der Volksfeste sind nämlich immer die Städte und Gemeinden, die zu dieser Zeit ordentliche Erträge durch die Standmieten kassieren. Hinzu kommen noch die Anschlusskosten für Strom und gegebenenfalls auch noch Wasser. Zu guter Letzt muss auch bedacht werden, dass ein Schausteller-Betrieb sehr hohe Ausgaben für Kraftstoffe wie Diesel oder Benzin hat - schließlich ist man ständig unterwegs und fährt ein Fest nach dem anderen an.

Aufgrund der Härte des Geschäfts ist es auch nicht verwunderlich, dass es so gut wie keine Neueinsteiger gibt. Bei den meisten Schaustellerbetrieben handelt es sich um Familienbetriebe, die schon seit Generationen das Geschäft betreiben. Obwohl das Geschäft sehr hart ist, sind die meisten von ihnen mit Leib und Seele dabei und können sich auch nichts anders vorstellen, als jedes Jahr von Volksfest zu Volksfest zu reisen und dort Geld ihr zu verdienen

Mit der Berufsbezeichnung Schausteller können die meisten Leute zunächst einmal nicht besonders viel anfangen. Erst wenn Wörter wie zum Beispiel Volksfest, Jahrmarkt, Kirmes oder Rummel fallen, erkennen die Leute, dass es sich bei den Schaustellern um die Betreiber von Ständen und Fahrgeschäften handelt. Dass es sich hierbei nicht gerade um einen Traumberuf handelt ist nicht schwer verwunderlich – schließlich wird einem als Schausteller so einiges abverlangt. Im Folgenden wird vorgestellt, weshalb das Schaustellerleben nicht besonders rosig ist und welche Anforderungen der Job des Schaustellers mit sich bringt.

Jedem wird vermutlich klar sein, dass man als Schausteller eine große Reisebereitschaft mitbringen muss. Schließlich dauern Volksfeste und Jahrmärkte immer nur ein paar Tage an, und anschließend müssen die Schaustellerbetriebe weiterziehen und am nächsten Ort ihre Stände und Buden wieder aufstellen. Damit das problemlos klappt, muss bereits vor der Saison eine außerordentlich genaue Planung erfolgen – schließlich gilt es auf den Festen mit den höchsten Umsatzmöglichkeiten präsent zu sein.


Ansonsten geht es im Schaustellergeschäft weniger um betriebswirtschaftliche Themen. Stattdessen muss man es lieben früh aufzustehen, denn schon in aller Früh gilt es die Umgebung des eigenen Standes sauber zu halten, damit die potentiellen Gäste auf gar keinen Fall einen Bogen um das eigene Geschäft machen. Gleichzeitig muss man auch lange ausharren können – denn je nach Fest kann es ganz schön spät werden, bis die letzten Gäste gegangen sind. Natürlich muss man auch körperlich fit sein, denn sobald die Reise zur nächsten Veranstaltung beginnt, gilt es den eigenen Stand oder das eigene Fahrgeschäft abzubauen und zu verladen – erst dann kann es in die nächste Stadt losgehen, wo dann alles wieder aufgebaut wird.

Trotz der globalen Finanzkrise lassen sich die Bundesbürger ihren Spaß auf den Volksfesten nicht verderben. Zur Halbzeit der Saison 2009 spricht der Deutsche Schaustellerbund (DSB) von stabilen Besucherzahlen und zufriedenstellenden Umsätzen.

Berlin, 18. Juni 2009. "Auf den Volksfesten wird die Freizeit zum Vergnügen, hat die Lebensfreude – auch in Krisenzeiten – Konjunktur", sagte DSB-Präsident Albert Ritter am Donnerstag in Berlin. Die Menschen seien nach wie vor bereit, Geld auf den Plätzen auszugeben. Neben dem "Wohlfühl-Effekt" sieht Ritter in neuen Marketingaktionen und verbesserten Angeboten auf den Volksfesten sowie der niedrigen Inflationsrate in den vergangenen Monaten weitere Gründe für die positive Entwicklung im Schaustellergewerbe.
In einer repräsentativen Umfrage bezeichneten Anfang Juni über
50 Prozent der befragten Schaustellerbetriebe den Verlauf der Frühjahrsveranstaltungen als zufriedenstellend. Rund ein Viertel der Befragten rechnet gegenüber dem Vorjahr mit einem leichten Umsatzplus. Im Jahr 2008 generierten Volksfeste in Deutschland einen Gesamtumsatz von zwei Milliarden Euro.
Nach Einschätzung des Deutschen Schaustellerbundes hat sich auch das Investitionsprogramm der Bundesregierung positiv auf das Konsumverhalten der Menschen ausgewirkt. Ob die Feierlaune auf den Volksfesten auch in den kommenden Monaten konstant bleibe, hänge aber entscheidend von der Lage auf dem Arbeitsmarkt ab, betonte Albert Ritter.

Schausteller fordern Bestandsgarantie für das Kulturgut Volksfest
Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung der Volksfeste fordert der Deutsche Schaustellerbund eine Anerkennung der Volksfeste als immaterielles Kulturgut. "Damit wäre eine besondere Schutzfunktion verbunden", sagte DSB-Hauptgeschäftsführer Helmut Gels. "Den öffentlich-rechtlichen Einrichtungen würde gleichzeitig die Verpflichtung auferlegt, diesen Kulturgütern einen besonderen Bestandschutz zukommen zu lassen und alle ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten einzusetzen, das geschützte Gut aktiv und dauerhaft zu sichern." Der Anspruch auf Anerkennung sei auch deshalb gerechtfertigt, weil Volksfeste über Jahrhunderte hinweg die Gemeinwesen und die dort lebenden Menschen entscheidend mitgeprägt und entwickelt hätten. "Viele Städte und Gemeinden verdanken heute ihre Existenz den vor Jahrhunderten abgehaltenen Märkten und Volksfesten", sagte Helmut Gels.

Seit dem 1. Januar 2002 ist der Begriff des Schaustellers und seine Berufstätigkeit in den Allgemeinen Verwaltungsvorschriften für den Vollzug des Titels III der Gewerbeordnung (ReisegewVwV), an deren Erarbeitung der Deutsche Schaustellerbund maßgeblich beteiligt war, erstmals einheitlich definiert.
Dort heißt es unter Punkt 1.2:

"Von einer Schaustellereigenschaft ist dann auszugehen, wenn ein Gewerbetreibender

1. mit einem oder mehreren Betriebsstätten,
2. mit nach äußerer Aufmachung und Gestaltung volksfesttypischen Geschäften aus den Bereichen:
a) Fahrgeschäfte
b) Verkaufsgeschäfte
c) Zeltgaststätten, Imbiss und Ausschank (als Reisegewerbe)
d) Schau- und Belustigungsgeschäfte
e) Schießgeschäfte
f) Ausspielungsgeschäfte

ausschließlich oder überwiegend seine Reisegewerbetätigkeit an wechselnden Orten auf Volksfesten, Jahrmärkten, Schützenfesten, Kirchweihen und ähnlichen Veranstaltungen ausübt.
Schausteller dürfen im Rahmen der Gewerbefreiheit auch an andren Veranstaltungen teilnehmen oder sich sonst wie gewerbemäßig betätigen; ihre Schaustellereigenschaft verlieren sie nur dann, wenn solche Tätigkeiten einen weit überwiegenden Anteil einnehmen."


Keine Schausteller im Sinne dieser Definition sind zum Beispiel:

1. Hilfsdienst, Lieferanten und Verleiher, die lediglich Serviceleistungen für Schaustellerbetrieb leisten, wie z.B. Zeltverleiher,
2. Betreiber stationärer Gaststätten, die nur gelegentlich anlässlich von Volksfesten eine Zeltgaststätte betreiben, ansonsten aber nicht als Schausteller tätig sind,
3. Markthandel, der ausschließlich auf Verkaufsveranstaltungen ohne Volksfestcharakter ausgeübt wird.

Der Bund-Länder-Fachausschuss im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen hat den einheitlichen Schaustellerbegriff anerkannt.
Eine gleichlautende Definition findet sich seit Jahren in der Anwerberstoppausnahmeverordnung (ASAV) der Bundesanstalt für Arbeit.

"Wo Jahrmarkt ist, ist pures Leben."

 

Die deutsche Volksfestkultur mit einer Fülle von tief im volkstümlichen Brauchtum verwurzelten Jahrmärkten, Kirmessen, und Weihnachtsmärkten ist in ihrer Art einzigartig auf der Welt. Die Volksfeste sind wesentliches Kulturgut und als solches von der Bundesregierung und der EU anerkannt und schützenswert. Sie sind in unserer Gesellschaft für alle sozialen Schichten ein wichtiger Bestandteil der Freizeitgestaltung, erfüllen eine wichtige soziale Ausgleichsfunktion für alle Altersklassen, wahren regionaltypisches Brauchtum und Tradition und stärken das Heimatbewusstsein.

 

Seit Jahrhunderten ist das Volksfest eine Stätte des Vergnügens und eine Zauberwelt zugleich.

Die einen sagen "Kirmes" oder "Kerwe", die anderen "Messe" und wieder andere "Markt". In München zieht es die Besucher auf die "Wiesn", in Stuttgart auf den "Wasen", in Franken auf den "Plan" und in Oberbayern auf die "Dult". Im Elsass ist es der "Bungert" und in Norddeutschland heißt die Messe "Brink".

 

Malerei und Dichtkunst haben sich einfangen lassen von der Fröhlichkeit, vom faszinierenden Reiz der Kirmes. Schon Goethe wusste: "Hier bin ich Mensch, hier darf ich`s sein." Der Pädagoge W. Steinmetz schrieb: "Der Schausteller stellt dem Bürger eine bunte Glitzerwelt vor, Nervenkitzelnde Achter- und Geisterbahnen, rasend schnelle Fahrzeuge und duftende Imbissbuden. Er entspricht damit der Sehnsucht der Bürger nach ungezwungenem Vergnügen und Abenteuer." Und Eugen Roth erklärte:" Hier sitzt der Maurer neben dem Professor, je enger, desto besser."

Die Freude an der schönen Welt der Farben und Lichter, der schönen Düfte, der grellen und der süßen Töne eines Volksfestes ist so alt wie die Welt.

 

Einige der großen Volksfeste, so der "Cannstatter Wasen" und das "Münchner Oktoberfest", haben ihren Ursprung in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts. Solche im Zuge der Aufklärung entstandenen Feste waren zunächst als prunkvolle Dokumentation landwirtschaftlicher Leistungen in Form von Ausstellungen und Wettbewerben (Pferderennen, Trachtenumzüge) konzipiert, und nur nebenbei boten sich den Festbesuchern andere Vergnügungsmöglichkeiten in Wirtsbuden oder vor Gauklerständen. Viele Volksfeste sind Jahrhunderte alt und haben verschiedene religiöse oder profane Ursprünge.

 

Volksfeste und Städte haben eine lange, gemeinsame Tradition. Über den Erfolg einer Ansiedlung, darüber, ob aus einer Ansiedlung eine Stadt werden konnte, entschied häufig die Frage, ob es ihr gelang, Marktrechte zu erwerben und den Markt erfolgreich zu etablieren. Der Erfolg eines Marktes wurde schließlich auch davon bestimmt, ob es zunächst durch ein attraktives Angebot an Handelswaren und zunehmend auch durch andere Attraktionen ein breites Publikum aus der nahen wie fernen Umgebung anlocken und an sich binden konnte. Man kann deshalb mit Fug und Recht sagen, dass Städte ohne Märkte - Handels- ebenso wie Jahrmärkte und Volksfeste - nicht denkbar waren und sind. Auch wenn diese Verbindung heute nicht mehr so eng ist, bleibt doch unbestritten, dass Märkte und Städte zusammen gehören und die Städte - im doppelten Sinn des Wortes - ohne die Vielfalt und Differenziertheit ihrer Märkte und Volksfeste um vieles ärmer wären.

Für die gastgebenden Städte ist das Volksfest einer der Höhepunkte im Jahresablauf. Die Kirmes ist Stätte der Begegnung und der Freizeitgestaltung - und sie schafft regionale Identität.

 

Die Volksfeste bieten Jung und Alt ein nahezu unerschöpfliches Freizeitvergnügen. Sie können ein bunter Farbklecks einer Bildungsreise sein oder ein lebendiges Denkmal einer Sightseeing-Tour. Auf jeden Fall aber sind sie ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Im Jahr besuchen in Deutschland 178 Millionen Menschen über 12 000 Volksfeste und Jahrmärkte. Volksfeste erzielen Umsätze in Milliardenhöhe und liefern dadurch den Städte und Regionen zusätzliche Einkommen und Steuereinnahmen.

 

Heute reicht das Angebot auf den Volksfestplätzen von A, wie Achterbahn bis Z, wie Zuckerwatte. Nostalgische Kettenflieger und Pferdekarussells drehen sich gemächlich im Kreis, die Achterbahn lädt ein zu einer rasanten Fahrt - Spannung und Spaß für jedermann.

Ein Volksfestbesuch gehört als "Muss" in jedes Reiseprogramm, denn ein Volksfest ist Ausdruck der Lebensfreude und des Brauchtums einer Region. Es zeigt deutlich: so feiern die Bayern, so feiern die Sachsen, so feiern die Schleswig-Holsteiner. Große und kleine Volksfeste und Kirmessen finden fast das ganze Jahr über statt. Sie bieten, Vergnügen, Entspannung, Abwechslung und damit Erholung für Jung und Alt.

 

Die Volksfeste bieten den Menschen nicht nur Zerstreuung und Abstand vom Alltag. Sie haben zugleich ihren unverzichtbaren Stellenwert im dörflichen und städtischen Leben.

Der griechische Philosoph Pythagoras hat einmal das Leben mit einem Jahrmarkt verglichen. Er hatte Recht: Wo Jahrmarkt ist, ist pures Leben.

 

Die Menschen brauchen die Begegnung auf den Volksfestplätzen, das Miteinander und vor allen Dingen, das miteinander Freude bereiten.

Und das ist es, was das Schaustellergewerbe ausmacht: Seit Jahrhunderten haben die Schausteller die Menschen unterhalten. Welcher Beruf kann das von sich sagen, über Jahrhunderte hinweg Menschen begeistert zu haben? Die Schausteller tragen mit dazu bei, dass unsere Gemeinschaft und unsere Gesellschaft funktionieren, dass die Menschen miteinander leben.